Geschichte
Seit der Gründung vor fast hundert Jahren widmet sich die Stiftung Kronbühl der Förderung und Begleitung von Menschen mit einer schweren mehrfachen Beeinträchtigung. Trotz einer wechselvollen Geschichte mit vielen Neuerungen und einem stetigen Wachstum haben sich die Grundwerte unserer Institution kaum verändert. Wertschätzung, Achtsamkeit, Sorgfalt und Lebensfreude haben den Alltag in den vergangenen Jahrzehnten geprägt und sind auch heute noch zentral.

Gründung 1931
Ein engagiertes, weitsichtiges Initiativkomitee traf sich am 4. Juli 1931 zur Gründung eines Heims zur Förderung «Mehrfachbehinderter». Es sollte ein Heim für Kinder aller Konfessionen aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz sein. Die Räume im «Lutz’schen Knabeninstitut» an der Arbonerstrasse in Kronbühl wurden gemietet.
Die 30er und 40er Jahre
Ein Jahr nach der Gründung konnten bereits 20 Kinder aufgenommen werden. Dem Heim wurden Bundessubventionen und Gemeindebeiträge zugesprochen. Die «Vereinigung Gebrechlichenheim Kronbühl» wurde gegründet. Die Liegenschaft in Kronbühl konnte dank Sammlungen der Ortsvertretungen und durch andere Gaben erworben werden. Bis Mitte der 40er Jahre stieg die Anzahl der betreuten Kinder auf 50. Baulich wurde die Liegenschaft schrittweise erweitert und den Bedürfnissen angepasst.
Die 70er Jahre
Das «Gebrechlichenheim» wurde 1972 zum «Schulheim Kronbühl» umbenannt. Es werden fast nur noch Kinder mit einer besonders schweren Beeinträchtigung aufgenommen. Mit geringem, baulichem Aufwand entstanden zwei neue Gruppenwohnungen im Hauptgebäude. Hindernisse wie Stufen und schmale Türen gehörten nach wie vor zum Alltag.
Die 80er bis 90er Jahre
1988 wurden erstmals erwachsene Menschen mit einer Beeinträchtigung aufgenommen. Dazu wurde auf dem Areal der Kantonalen Psychiatrischen Klinik in Wil ein Gebäude für die Führung einer Wohngruppe mit schulentlassenen Jugendlichen des Schulheimes Kronbühl gemietet. 1993 konnte die Wohngruppe in Wil in das Beschäftigungswohnheim in Schwarzenbach einziehen und 1996 wurde in St.Gallen eine weitere Wohngruppe für junge Erwachsene eröffnet.
1990 – 2010
Neubau an der Ringstrasse und der Romanshornerstrasse
Das Erziehungsdepartement des Kantons St.Gallen erteilte dem Verein Schulheim Kronbühl die Bewilligung für die Detailplanung zur Erstellung eines neuen Sonderschulheims mit Baubeginn Frühjahr 1996. Im Jahr 1999 konnte der Neubau an der Ringstrasse bezogen werden. Das Gebäude wurde zu einer modernen Kombination von Internat, Sonderschule und Therapiezentrum. Die Bewilligung für den Neubau eines Beschäftigungswohnheimes, vor allem für schulentlassene Jugendliche des Sonderschulheimes, wurde von den staatlichen Stellen im Frühjahr 1999 erteilt. Der Neubau des Beschäftigungswohnheimes an der Romanshornerstrasse mit 24 Wohnplätzen wurde 2007 bezogen.
2010 bis 2024
Im Sommer 2011 wurde das Vorschulangebot «Peter Pan» eröffnet und im Sommer 2016 zu einer integrativen Kindertagesstätte erweitert.
An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 4. Dezember 2013 beschloss der Verein Schulheim Kronbühl die Errichtung einer Stiftung als Trägerschaft für die Institution. Der Übergang vom Schulheim Kronbühl zur Stiftung Kronbühl erfolgte per 1. Januar 2014.
Auf Grund ihres langjährigen, engagierten Einsatzes zu Gunsten des Vereins Schulheim Kronbühl wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen an: Josef Baumann; Berti Burkhardt; Hans Kunz; Hanspeter Nüesch; Heinrich Gertsch; Dr. med. Anna Maria Züllig; Lic. oec. HSG Max Nadig; Stefan Ribler; Egon Gamma; Dr. oec. Herbert Murbach; Thomas Scherrer.
Zu Beginn des Schuljahres 2024 besuchten 77 Kinder und Jugendliche die Sonderschule der Stiftung Kronbühl. 71 Kinder und Jugendliche wurden im Internat und 49 Bewohnerinnen und Bewohner im Erwachsenenwohnheim (BEWO) betreut. 29 Kinder besuchten unsere integrative Kindertagesstätte Peter Pan.
2025
Das Vorprojekt zur räumlichen Erweiterung (Ausbau Ringstrasse 13) soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden.
Auf Grund der zahlreichen Anfragen für Schulaufnahmen und der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton wurde im Sommer 2025 eine weitere neue Klasse (15) eröffnet.